Trollhand

Letzte Woche habe ich meine erste Trollhand  (Hypocreopsis lichenoides) live gesehen. Ein wirklich seltener Pilz. In meiner Vorstellung war er so groß wie eine Hand (wie der Name schon sagt). In Wirklichkeit ist er aber klein (Durchmesser etwa 6 cm) – da war ich dann doch etwas überrascht, nichtsdestotrotz ein toller Fund :-). Auch bekannt unter den Namen Weidenscheinflechtenpilz (Hypocreopsis lichenoides)

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Wenig Pilze im Wald – Alternative aus dem Keller

Wenn es draußen fast nur Pilze für den begeisterten (Hobby)Mykologen gibt und  Speisepilze rar sind, stellt die An-und Aufzucht von Seitlingen  im eigenen Keller  durchaus eine Alternative dar. Hier ein einfach zu züchtender Pilz: Ein Austernseitling – Pleurotus ostreatus. Er wirkt im Kunstlicht etwas blasser als seine wilden Artgenossen im Wald, steht ihnen geschmacklich aber in nichts nach.

Hier noch ein kleines Exemplar, das das Primordial-Stadium (Kleine Myzel-Knöllchen aus denen sich die Fruchtkörper bilden werden) vor zwei Tagen dank hoher Luftfeuchtigkeit von über 80% und Temperaturen von etwa  23 Grad überwunden hat. Wenn die Bedingungen die darauffolgenden Tage konstant gehalten werden und auch noch für Frischluft gesorgt wird, gibt es die nächsten Schwammerl in 4-5 Tagen. Die wachsen beeindruckend schnell.

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Pilzsaison ist das ganze Jahr

Zugegeben ab Sommer bis in den Spätherbst ist mehr los – jedenfalls  für diejenigen unter uns, die auf Speisepilze aus sind. Aber es gibt auch jetzt interessante Pilze im Wald. Zum Beispiel den Laubbaumreibeisenpilz (cerocorticium molare), der an den oberen Ästen in der Baumkrone wächst und dort extremen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt ist. Zu Gesicht bekommt am den Pilz eigentlich nur, wenn durch Schneebruch oder durch Sturmschäden Äste aus der Baumkrone auf den Boden fallen.  Dieses schöne Exemplar wächst an Eiche.

Aber auch die Speisepilzliebhaber kommen auf Ihre Kosten. Bei der momentanen feuchten Kälte im Wald, fruktifiziert das Judasohr (auricularia auricula judae).

Eigentlich bevorzugen sie  alte Buchenstämme. Da diese aber sehr selten in unseren Wäldern vorkommen, begnügen sie sich auch mit Holunder. In der asiatischen Küche ist dieser Pilz unter dem Namen Mu-Err bekannt. 

Auch als Heilpilz wird er verwendet. 

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Sensationsfund am Ammersee: Schilfrohrhelmling

Bei der Mitarbeit an einem Kartierungsprojekt am Ammersee sind wir auf einen kleinen Schilfrohrhelmling (Mycena belliae)  gestoßen. Dieser unscheinbare Pilz wurde erst ein paar Mal in Bayern gesichtet.

Er fruktifiziert nur im Winter an Schilfrohr knapp über der Wasseroberfläche. 

 

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Pilze im Winter ?

Ja, man kann das ganze Jahr Pilze sammeln, zugegeben die Wintersaison ist weniger artenreich (was das Sammeln von Speisepilzen angeht), aber verbunden mit einem schönen Winterspaziergang durchaus lohnenswert. 

Hier zum Beispiel Samtfußrüblinge. Die Stiele sind zäh, aber die Kappen in eine winterlichen Pilzsuppe eine Delikatesse.

Da die so gut schmecken werden sie Ostasisen auch auf Reismehl in Dunkelheit gezüchtet und sind unter dem Namen Enoki im Handel.

 

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