Der schuppige Porling (Cerioporus squamosus) gilt als ungiftig und wird von einigen Autoren als essbar bezeichnet. Das wollte ich mal ausprobieren. Der Pilz tritt im späten Frühjahr oft massenhaft auf. Bei der Morchel- oder Maipilzsuche bin ich persönlich noch immer auf einige Exemplare gestoßen. Hierbei sollte man nur die jüngeren Exemplare nehmen, da die größeren „Lappen“ schnell ziemlich (!) zäh und bitter werden. Außerdem werden diese gerne von irgendwelchen kleinem Ungeziefer befallen – auch nicht sehr appetitlich. 

Zusätzlich habe ich auch noch ein paar Maipilze  (Calocybe gambosa) mit in das Gericht gegeben. Wer den mehligen Geruch dieser Frühlingsboten nicht mag, kann diese auch getrost weglassen.

Zutaten:
2-3 Schuppige Porlinge in Streifen geschnitten, den harten Strunk weglassen
Handvoll Maipilze nicht zu klein geschnitten
1/2 Ananas geschält und in kleine Stücke geschnitten
1 Fenchel in Ringe geschnitten
Paar Karotten gestiftelt oder in dünnere Scheiben
Öl zum Anbraten
2-3 TL Cajun Gewürzmischung (fertig gekauft oder selbst gemacht siehe unten)
Chili und Salz abschmecken

Zubereitung:
Öl in einer Pfanne erhitzen, Karotten, Fenchel und Pilze darin gut anschmoren und dann mit Deckel drauf weitergaren (mind. 15 min), dann Ananas und Gewürze zugeben, alles noch solange schmoren, die Ananas sollte dabei noch einen Biss haben und die Flüssigkeit fast verdampft sein. Sollte alles zu schnell trocken werden, etwas (!) Wasser zugeben. Fertig

Die Ananas war im nachhinein betrachtet zu grob geraten, da wären kleinere Stücke im Gericht harmonischer gewesen.

 

Dazu der Jahreszeit angepasst Wildkräutersalat mit Gurke, Tomaten und Paprika. Das Weiße im Bild sind Bärlauchblüten. Der Rest ist wild: Löwenzahn Blüten und Blätter, Gundermann, Bärlauch, Labkraut Blüten und Blätter, Lungenkraut, Günsel und Gänseblümchen.

Fazit:
Es braucht schon ein paar kräftige Gewürze um den Porling etwas Leben einzuhauchen. Die Textur bleibt etwas knorpelig und zäh. Für die vegane WOK-Küche aber sicherlich eine willkommene Alternative zu dem immer wabbligen Tofu.

Cajun Gewürzmischung

1 Zimtstange
1 EL schwarze Pfefferkörner
1 EL Pimentkörner
1 EL Kreuzkümmelsaat
2 Muskatblüten oder ersatzweise geriebene 1/2 TL Muskatnuss (keine Nüsse in die Mühle, diese wird durch die harten Nüsse zerstört)
getrocknete rote Chilischote nach persönlichem Schärfeempfinden
4 Nelken
1 EL helle Senfsaat
2 EL grobes Meersalz
1 EL getrockneten Oregano
1 EL getrockneten Thymian
2 EL edelsüßes Paprikapulver

Alles zusammen in der Gewürzmühle fein mahlen.

 

 

 

 

 

 

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